Fall 5 - Ein gelungener Urlaub
Finde heraus, was hier falsch gemacht wird!
Ursprünglich wollte Karl-Otto, 21 Jahre alt und seit drei Jahren Besitzer einer Jugendleitercard, mit seinem Jugendverband in die Ferien fahren. Aber das Programm frustrierte ihn ungemein. Deshalb organisierte er auf eigene Faust eine zweite Fahrt, so ganz "ohne Frustrationen", kurz vor den Sommerferien. Er trommelte acht Leute zwischen 14 und 17 Jahren zusammen, kaufte einen alten klapprigen VW-Bus für 500 DM und schon gings los an die See.
Zurück zur Natur. Es würde gezeltet werden. Ein altes 8er Zelt hatte man in der Rumpelkammer des Verbandes gefunden. In der ersten Nacht schlugen sie ihr Zelt auf einer Waldlichtung auf. Die Mädchen machten ein riesiges Feuer und brutzelten Kartoffeln mit Pilzen, beides hatte man in Wald und Flur zusammengesucht.
Als sie am nächsten Morgen in die Fernverkehrsstraße einbogen, sahen sie gleich einen Unfall. An dieser Stelle war ein Kleinbus von der Straße abgekommen und in den Graben gefahren. Da sie es aber eilig hatten, fuhren sie gleich weiter, ohne anzuhalten.
In A-Stadt wollten sie Station machen und suchten sich ein schönes Plätzchen vor der Stadt. Dort schlugen sie ihr Zelt auf. Da es schon kurz vor 20:00 Uhr war, schlossen sie Wetten ab, wer zuerst in der Stadt wäre. Natürlich wurde getrampt, war ja billiger. Nach einem gemeinsamen Bummel über die Rotlichtszene trennte man sich. Karl und Petra gingen in die Kakadu-Bar, mal richtig einen drauf machen.
Uli, Sabine und Erwin wollten erst einmal einen schlucken gehen und dann in die Spätvorstellung des Kinos. Karin, Inge und Peter gingen in die Spielhalle um zu flippern. Karl-Otto ging runter zum Hafen, um irgendwo "Stoff" zu besorgen.
Um 3:00 Uhr traf man sich, wie abgemacht, am Rathaus und ging laut grölend zum Zelt zurück. Am anderen Mittag wurden sie durch lautes Geschrei geweckt. Ein Mann, der sich als Besitzer der Wiese ausgab, forderte sie auf, sofort zu verschwinden. Sie lachten sich halbtot und der Bauer lief schimpfend davon.
Als am Abend die Polizei auftauchte, verdünnisierten sich alle, außer Karl-Otto. Dieser machte den Polizisten klar, dass er eine Panne hätte und sofort weiter führe. Unterwegs gabelte er die anderen wieder auf. Dann ließ er Erwin den Rest bis zur See fahren und schlief erst mal ´ne Runde.
Am Ziel angekommen, ging man erst einmal eine Runde baden, denn zum Zelt aufzubauen, war es zu dunkel.
Diese Fahrt würde ein voller Erfolg werden, so richtig "ohne Frust".