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Frage 3:
Ein Kind hat Kopfschmerzen. Es will ein Aspirin von Dir. Es erzählt Dir, dass es dann zu Hause auch immer eine von den Eltern bekommt. Darfst Du dem Kind eine Tablette geben?

Mit Medikamenten sollte man immer aufpassen. Diese darf man nicht so einfach an Kinder verabreichen.
Hier in diesem Fall würde ich die Tablette nur geben, wenn entweder ein Arzt dies vorher erlaubt hat oder wenn die Eltern einen vorher über ihr Kind instruiert haben, dass z.B. bestimmte Symptome vorkommen können und was dann zu tun ist.
Die Aspirin würde ich nicht austeilen, eher ein Placebo (rezeptfrei in der Apotheke). Es besteht immer die Gefahr von unabsehbaren Allergien. Da man das Kind in der Regel erst ein paar Tage oder zumindest noch nicht in solchen Situationen kennt, ist von solchen Maßnahmen unbedingt abzusehen. Auch wenn dies mehr Arbeit bedeutet, so muss man situationsabhängig entscheiden, ob man zum Arzt geht. Als Laie sollte sich man da also unbedingt auf professionelle Hilfe verlassen, als selbst unbeabsichtigt einen Fehler hevorzubeschwören.

Das Anmeldeformular sollte immer Felder dafür enthalten, in denen die Eltern eintragen können, ob Unverträglichkeiten oder ansteckende Krankheiten bestehen, regelmäßig Medikamente eingenommen und/oder mitgeführt werden und ähnliches. Dort kann man als erstes während der Fahrt sich noch einmal vergewissern. Weiterhin ist ein Anruf bei den Eltern möglich.

Auch eine allgemeine Erlaubnis der Erziehungsberechtigten ist im Einzelfall mit Vorsicht zu genießen. Neben der Überempfindlichkeit oder Allergie hat Aspirin oder andere noch weitere Wirkungen (andere Medikamente auch, hier nur ein Beispiel): Nachdem ein Kind beim Toben mit dem Kopf gegen einen Ast gestoßen ist spielt es zunächst weiter und es geht ihm gut. Einige Stunden später bittet es, wegen Kopfschmerzen, um eine Tablette Aspirin: Es ist theoretisch denkbar, dass sich das Kind innere Verletzungen im Kopf zugezogen hat, Aspirin wirkt blutverdünnend und macht die Verletzung somit noch gefährlicher als diese ohnehin schon ist. Darüber hinaus sind die Altersgrenzen (siehe Beipackzettel) zu beachten.

Lieber einmal zu oft zum Arzt gehen!

Tipp: Falls regelmäßig Medikamente eingenommen werden müssen, bitte unbedingt aufpassen, dass diese nicht brüderlich geteilt werden!

Antwort ohne Gewähr

Vielen Dank für die Hinweise von Tamo (www.jugendspiel.de)

Du würdest das anders beantworten? Dann schreib mir!